Friedhofskultur in Bedburg
Eine wichtige Entscheidung, die im Falle eines Todes getroffen werden muss ist die Form der Beisetzung. Hat der oder die Verstorbene keinen eindeutigen Wunsch geäußert, so ist es die Aufgabe der Angehörigen eine angemessene Entscheidung zu treffen. Erd- oder Feuerbestattung? Ein traditionelles Reihen- oder Wahlgrab? Oder doch eine der alternativen Bestattungsformen? Trotz der strengen Bestattungsgesetze in den Bundesländern und des Friedhofszwanges, gibt es mittlerweile eine große Vielfalt an Bestattungsformen – auch auf den Bedburger Friedhöfen. Hier möchten wir Sie über Veränderungen informieren und Ihnen einen Überblick über die Bestattungsformen auf unseren Friedhöfen geben.
Sternenkinder
Nun haben auch die kleinen Menschen, die sich auf dem Weg zu den Sternen befinden, einen würdigen Bestattungsort in unserer Stadt.
Wir sind sehr glücklich, dass betroffene Eltern ihr stillgeborenes Kind jetzt auch hier in Bedburg beerdigen können.
Die Stadtverwaltung ermöglicht dies zu sehr geringen Gebühren.
Das ist eine zutiefst menschliche und christliche Haltung.
Die trauernden Eltern und Mütter haben endlich einen Ort der Trauer und des Gedenkens auf dem Westfriedhof in der Goethestraße.
Pflegefreie Gräber und alternative Bestattungsformen
auf den Friedhöfen Bedburg-West und Kaster
Pflegefreie Rasengräber
Auf den Friedhöfen in Bedburg-West, Kaster und Kirdorf werden pflegefreie Gräber angeboten.
Diese werden sowohl für Erd-(Sarg) als auch für Urnenbestattungen eingeführt.
Die Grabstätten sind mit einer durch den Nutzungsberechtigten zu beschaffenden Grabplatte zu versehen. Um aber ein einheitliches und ansprechendes Bild auf den Grabfeldern sicher zu stellen, werden diese in Größe, Stärke, Beschaffenheit und Beschriftung vorgeschrieben. Auf die Gestaltung und Pflege der Gräber haben die Angehörigen keinen weiteren Einfluss.
Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Baumbestattungen
Die St. Georg Grabgemeinschaft
Die Gräber der St. Georg Grabgemeinschaft sind auf dem Friedhof in Bedburg-Kaster.
Aschestreufeld
Bei einem Aschestreufeld handelt es sich um ein gekennzeichnetes Rasenstück auf einem Friedhof, auf dem die Asche eines Verstorbenen verstreut wird. In Bedburg ist dies auf dem West-Friedhof möglich, wenn der Verstorbene dies zu Lebzeiten schriftlich festgelegt hat. Es wird nicht gekennzeichnet, wer beigesetzt wurde.
Da wir als Bestattungsunternehmen die Verstreuung der Asche vornehmen müssten, bieten wir diese Art von Beisetzung nicht an. Dies hat eine Vielzahl von Gründen: In erster Linie empfinden wir diese Art von Bestattung als unwürdig. Die Asche eines verstorbenen Menschen auf ein Stück Wiese zu streuen, das womöglich von Mensch und Tier betreten wird, und somit dem Wind und der Witterung zu überlassen, entspricht nicht unserem Verständnis eines pietätvollen Umgangs mit den Überresten eines Verstorbenen.
Hinzu kommt ein ökolgischer Aspekt: Der ph-Wert menschlicher Asche ist mit 12–14 sehr hoch. Kommt diese in Kontakt mit Feuchtigkeit wird sie zu einer dichten, schweren Masse, die nicht – wie vielleicht viele denken – in die Erde einsickert und sich mit dieser verbindet. Im Gegenteil: Die Asche wird zu einer Art Deckel und verhindert, dass Erde und Pflanzen unter ihr weiterleben können.